Private Krankenversicherung: Immer mehr Bürger wollen von Vorteilen profitieren
Private Krankenversicherungen werden zunehmend beliebter. Dies ist kein Wunder, denn nach der Abschaffung der dreijährigen Wartefrist wollen nun immer mehr gut verdienende Bürger von den Leistungen jener Krankenkassen profitieren. Schließlich bringt der Krankenschutz in einer privaten Krankenversicherung viele Vorteile mit sich, welche gesetzlich Versicherte nicht nutzen können. Jene Vorteile beginnen bei einem Besuch des Zahnarztes und enden bei einem Aufenthalt im Krankenhaus.
Zu Beginn dieses Jahres wurde die dreijährige Wartefrist abgeschafft, welche dafür sorgte, dass vor allem besser verdienende Angestellte nicht ohne Weiteres von einer gesetzlichen in eine private Krankenkasse wechseln konnten. Nach der Abschaffung der Frist haben die privaten Versicherungsanbieter nun einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. So haben sich im ersten Halbjahr 2011 rund 54.000 neue Vollversicherte angemeldet. Dies entspricht gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres einem Zuwachs von 20 Prozent. Insgesamt sind momentan 8,95 Millionen Bürger über eine private Krankenversicherung versichert. Dem gegenüber stehen rund 70 Millionen Versicherte in gesetzlichen Kassen.
Die Vorteile einer privaten Krankenversicherung
Jeder, der monatlich mehr als 4.237,50 Euro verdient, kann sich entscheiden, ob er als freiwillig versichertes Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben will oder ob er sich nun privat versichern lassen möchte. Wer oberhalb jener Versicherungspflichtgrenze liegt, kann also von einem breiteren Leistungsspektrum bei gleichzeitig meist sogar geringeren Beiträgen profitieren. Doch nicht nur die Beiträge sind geringer, denn privat Versicherte bekommen für sämtliche Medikamente, welche vom Arzt verordnet wurden, die vollen Kosten erstattet. Die private Krankenversicherung ermöglicht es dem Patienten zudem, den Arzt oder Heilpraktiker frei zu wählen. Auch können Leistungen für alternative Behandlungsmethoden in Anspruch genommen werden, wobei die Kosten für Heil- und Hilfsmittel zu großen Teilen erstattet werden. Weitere Leistungen, die von der privaten Krankenversicherung übernommen werden, sind Kosten für Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen oder sogar eine Psychotherapie. Darüberhinaus profitieren privat Versicherte insbesondere bei Zahnarztbesuchen, die bekanntlich zunehmend immer teurer werden. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten müssen sie nämlich keine Behandlungskosten beim Zahnarzt zahlen und sogar für den Zahnersatz werden von der Versicherung weitaus höhere Beträge übernommen. Sollte einmal ein Krankenhausaufenthalt anstehen, so kann der Patient je nach Tarif zwischen einem Ein- und einem Zweibettzimmer wählen und selbst der behandelnde Arzt kann ausgewählt werden. So können privat Versicherte im Krankenhaus auf Wunsch sogar vom Chefarzt höchstpersönlich behandelt werden. Nebenbei müssen Privatpatienten neuen Studien zufolge mit weitaus kürzeren Wartezeiten auf einen Arzttermin rechnen als gesetzlich Versicherte. Zudem müssen bei einem Arztbesuch keine langen Wartezeiten in Kauf genommen werden.